Ev. Religion

 „Soziales Engagement“ - Sozialpraktikum 2015

Am Montagabend, den 22.6.2015 trafen sich SchülerInnen der Klasse 9b, Eltern, Kollegen und unsere Schulleiterin zu einer Abschlussfeier.

Dass es ein kleines Buffet gab, verdankte die Klasse einer finanziellen Bezuschussung durch den Förderverein der Eltern.

Fünf SchülerInnen gewährten Einblicke in ihre Tätigkeit beim Sozialpraktikum und berichteten über ihre individuellen Erfahrungen während der Praktikumszeit.

Die von den Schülern selbst gewählten Einsatzorte waren breit gestreut:

die Bahnhofsmission in der Jebenstraße, der Pflegedienst der Diakonie, verschiedene Kinderläden bzw. Kindergärten, eine Citystation für Menschen ohne Obdach, zwei Sportvereine im Bereich Tischtennis und Basketball, mehrere Einrichtungen für alte Menschen, darunter auch drei, die auf Demenzkranke spezialisiert sind, das Franziskuskrankenhaus, die Jugendfreizeiteinrichtung Plöner Straße und der Schülerclub der Halenseegrundschule.

Als wichtige Lernerfahrungen nannten die SchülerInnen u.a. sich in Geduld zu üben, Verantwortung zu übernehmen, zuhören zu können, älteren Menschen respektvoll gegenüber zu treten, Meinungsverschiedenheiten zu klären und sich bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Autorität zu verschaffen.

Bei einigen SchülerInnen entstand auch der Gedanke, weiterhin ehrenamtlich tätig zu sein bzw. nach dem Abitur ein freiwilliges soziales Jahr zu absolvieren.

Wir bedanken uns herzlich für Euren gezeigten Mut und Euer Engagement!  

Manuela Ambrosi, Ethik / Martina Dethloff, ev. Religion

 

Jüdisches Leben im Dialog

Eine besondere Begegnung zwischen unseren Schülern und dem Fotografen Rafael Herlich aus Frankfurt, gab es am 6.3. bei der Eröffnung der Ausstellung " Jüdisches Leben im Dialog". Er teilte den Schülern in bewegenden Worten mit, was ihn veranlasst seine Fotos, die unterschiedlichste Momente jüdischen Lebens in Deutschland spiegeln, in Schulen zu zeigen. Seiner Erfahrung nach denken eine Vielzahl von Schülern bei "jüdischem Leben" vor allem an den Holocaust und die damit vebundenen Bilder oder an die Vertreter des orthodoxen Judentums mit Hut und Schläfenlocken. 

Wie vielfältig jüdisches Leben heute in Deutschland ist, möchte er mit seinen Bildern zeigen.

Auf Nachfragen der Schüler, ob er selbst auch schon angefeindet worden sei, antwortete er, dass er bislang nur positive Erfahrungen gemacht hätte.

Seine Arbeit mit den Fotos und die Begegnungen während der Ausstellungen helfen ihm allerdings beim Umgang mit der Tatsache, dass ein großer Teil seiner Familie aus Polen von den Nationalsozialisten umgebracht wurden.

Jetzt hat er gerade einen neuen Auftrag erhalten, über den er sich sehr freut: jüdisches Leben im heutigen Polen zu dokumentieren.

Es gibt, so sagt er, im Leben keine Zufälle.

Die Ausstellung ist noch bis zum 21.3. an unserer Schule zu sehen und wird vom Zentralrat der Juden in Deutschland unterstützt.

Martina Dethloff, Ev. Religion