Politikwissenschaft

T-Shirts bemalen und Gemeinsamkeiten von Religionen entdecken.
Unsere Sprachlernklassen im Jüdischen Museum Berlin

Am 23.11. fuhren Frau Kubacki und Herr Bode mit den Sprachlernklassen der WRS ins Jüdische Museum Berlin. Für die Schülerinnen und Schüler aus Polen, Syrien, Kroatien, Afghanistan, dem Libanon, Lettland, dem Irak und der Türkei war das der erste Besuch im JMB, das spezielle Programme für Sprachlernklassen anbietet.

Im Museum angekommen folgte eine kurze Begrüßung durch einen Mitarbeiter der Bildungsabteilung, der die Gruppe in die W. Michael Blumenthal-Akademie führte, die sich gegenüber dem Museumsaltbau befindet. Dort fand ein Workshop statt, bei dem die Schülerinnen und Schüler gemeinsam T-Shirts mit jüdischen, arabischen und lateinischen Buchstaben bemalten. Anna Marija aus Polen schrieb ihren Vornamen in Hebräisch, während Muhib aus Afghanistan sein Shirt mit den Städtenamen Kabul und Berlin bedruckte. Ebtisam aus Syrien war vom Spruch, „Höre die Wahrheit, wer sie auch spricht“, der an der Fassade der Akademie steht, so beeindruckt, dass sie sich diesen auf ihr T-Shirt druckte.

Mit neuen bunten T-Shirts ausgestattet folgten die Sprachlernschüler dem Museums-Guide danach in den außergewöhnlichen Neubau des Jüdischen Museums, wo der zweite Teil des Programms stattfand. Erste Station war dort der so genannte „Garten des Exils“, durch den der Architekt Daniel Liebeskind für die Museumsbesucher erfahrbar machen wollte, wie sich Flucht und Exil anfühlen. Beeindruckt von der Wirkung der Architektur kamen einige der Sprachlernschüler auf ihre eigenen Fluchterfahrungen zusprechen und erklärten, wie es sich für sie anfühlt, ihre Heimat verlassen zu müssen und nun in Deutschland zu leben.   

Nachdenklich folgte die Gruppe dem Guide danach in die Dauerausstellung des JMB, wo sie zwischen Vitrinen mit jüdischen Religions- und Kulturgegenständen Platz nahm. Der Museums-Guide befragte die Schülerinnen und Schülern über das Christentum, den Islam und das Judentum und machte deutlich, wie zahlreich die Gemeinsamkeiten dieser drei Religionen sind. Nach aufschlussreichen Gesprächen und neugierigen Fragen bekamen Achmad und Batool aus Syrien die Möglichkeit, den anderen aus dem Koran vorzulesen. Gebannt lauschten alle dem melodischen Klang der Suren, der sich für kurze Zeit wie ein Zauber über die Ausstellungsräume legte. 

Den Abschluss der Führung bildeten drei modernen Medienstationen, die sich ebenfalls mit den Gemeinsamkeiten zwischen Judentum, Islam und Christentum beschäftigen. Die Sprachlernschüler erfuhren an diesen, dass das Kopftuch, Pilgern oder auch das Paradies in allen drei Religionen eine Rolle spielen. Voller neuer Informationen, angeregt durch vielfältige Eindrücke und nicht zuletzt ausgestattet mit neuen T-Shirts bedankten sich die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Museums-Guide, der die Gruppe in den kühlen Berliner Abend verabschiedete.
Marcel Bode, FB Geschichte/PW

 

Podiumsdiskussion mit Politikern/innen
in der Aula des Walther-Rathenau-Gymnasiums

Am Donnerstag, dem 7. Juli 2016, fand die zweite Podiumsdiskussion in diesem Schuljahr an unserem Gymnasium statt. Nachdem im Rahmen des „Europatages“  die Politikerin Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen) unsere Schule besuchte, konnten wir am Donnerstag in unserer Aula Carsten Engelmann (CDU), Reinhard Naumann (SPD), Petra Vandrey (Bündis 90/ die Grünen) und Katrin Lompscher (Die LINKE) begrüßen. Nachdem Frau Knobelsdorf die Veranstaltung mit einer kleinen Ansprache eröffnete und die Gäste begrüßte, betrat das erste Moderatorenteam die Bühne. Clara Minks und Niklas Gebhardt aus dem Leistungskurs Politikwissenschaften stellten Fragen zur Bildungspolitik in Berlin. Die Politiker/innen und Schüler/innen waren sich einig, dass kostenlose Bildung ein Grundrecht sein muss und dass jedes Kind, jeder Jugendliche morgens frühstücken sollte. Uneinigkeiten traten bei der Frage auf, ob G9 wieder eingeführt werden soll. Ein Vorschlag war auch, dass die Schulen selbst entscheiden sollten, ob sie G8, G9 oder beides anbieten.

Im darauffolgenden Themenblock  wurde über die Flüchtlingspolitik diskutiert, welchen Lisa Starogardzki und Philip Wojahn aus dem Seminarkurs „Europäische Begegnung“ moderierten. Es wurde ausführlich über die Notwendigkeit von „Willkommensklassen“ diskutiert und wie man die Schüler/innen besser fördern und die Lehrer/innen dabei unterstützen kann. Besonders bei diesem Thema brachten sich die Zuschauer/innen in die Diskussion ein.

Das letzte Thema, moderiert von  Emma Möbius und Marc Lidgas aus dem Profilkurs Politikwissenschaften, beschäftigte sich mit der Frage, ob das Wahlrecht für Jugendliche ab 16 Jahren in Berlin eingeführt werden sollte. Dieses Thema wurde sehr kontrovers diskutiert. Ein Politiker hielt 16-Jährige für nicht reif genug, um wichtige politische Entscheidungen treffen zu können. Die anderen Politiker/innen waren der Meinung, dass  eine Senkung des Wahlmindestalters auf 16 Jahre das politische Interesse der Jugendlichen vergrößern würde.

Diese Veranstaltung war, besonders auch im Vorfeld der Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus, eine gute Gelegenheit, um direkt mit den Politikern/innen ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen, die vor allem uns Jugendliche beschäftigen.

Wir fanden diese Podiumsdiskussion sehr gelungen und freuen uns auf weitere Veranstaltungen.

Emma Möbius (10b) & Marc Lidgas (10a), Profilkurs Politikwissenschaften

 

We Have a Dream – Werte im transatlantischen Dialog

Am Montag, den 20. Januar 2014 besuchten wir, einige geschichtsinteressierte Schülerinnen und Schüler des 2. Semesters, eine Veranstaltung mit dem Titel: „We Have a Dream – Werte im transatlantischen Dialog “ im FEZ anlässlich des Martin-Luther-King-Days.
Zusammen mit 300 anderen Jugendlichen aus Berlin und Brandenburg diskutierten wir mit amerikanischen und deutschen Gästen sowie dem US-Botschafter SE John Emerson über gemeinsame Werte und gemeinsame Zukunftsvorstellungen für eine Gesellschaft der Vielfalt. Zur Vorbereitung diskutierten wir beim ersten Treffen im September 2013 die bekannte Rede des 1968 ermordeten amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King junior aus dem Jahre 1963: „I  have a dream“. In zehn Workshops debattierten wir am Montagvormittag ausgehend von der Rede Kings aktuelle sozialpolitische Themen wie beispielsweise Gerechtigkeit, Sicherheit und Zivilcourage.
An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen u.a. ein Vertreter des Auswärtigen Amtes sowie die brandenburgische Bildungsministerin Martina Münch teil. Insgesamt erlebten wir einen sehr interessanten und informativen Tag, der uns in guter Erinnerung bleiben wird.

Clara Heß (2. Sem.), Martha Langhammer (2. Sem.)

Manuela Ambrosi FB PW/Geschichte