Das Attentat

Operation Consul

Walther-Rathenau wurde am Morgen des 24. Juni 1922 auf offener Straße auf dem Weg zum deutschen Außenministerium ermordet. Bei den Attentätern handelte es sich um drei junge Männer, die der sogenannten Organisation Consul angehörten. Verbindendes Element der Mitglieder der Organisation Consul war ihre nationalistische, antisemitische und antidemokratische Gesinnung. Erklärtes Ziel der Organisation war es, die junge parlamentarische Weimarer Republik durch Terrorakte zu destabilisieren und diese durch eine Militärdiktatur zu ersetzen. Um dieses Ziel zu erreichen wurde auch nicht vor politischen Morden zurückgeschreckt. Vor Walther Rathenau wurden bereits die Politiker Matthias Erzberger und Philipp Scheidemann bei Anschlägen durch Mitglieder der Operation Consul ermordet. Begünstigt wurden die Aktivitäten solcher Republikfeinde durch eine Justiz, die in der überwiegenden Mehrzahl mit Anhängern des untergegangenen Kaiserreichs besetzt war. So wurden nationalistisch motivierte Verbrechen in der Regel wenig hart bestraft.

 

Hörbeitrag / Interview zum Attentat auf Walther Rathenau

 

Weiterer Hörbeitrag zum Anschlag